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Dank Wikipedias Zensur zum Autor

 

2008 vergrößerte sich unsere Familie um Odin, einen Germanischen Bärenhund. Germanische Bärenhunde waren eine sehr unbekannte Rasse ohne FCI Anerkennung.

Informationen über diese Hunde waren im Netz extremst widersprüchlich, von Lobdudelei bis zu schlimmsten Diffamierungen. Nun war ich durch Odin und einigen anderen seiner Art, die wir auf Ausstellungen kennen lernten von dieser Rasse so begeistert und überzeugt, dass ich anfing kleinere Informationstexte im Internet über die Germanischen Bärenhunde zu veröffentlichen.

Wahrscheinlich wäre es dabei geblieben, wenn es Wikipedia nicht gäbe!

Versucht man dort einen Artikel über Germanische Bärenhunde zu veröffentlichen wird es in Windeseile einen Löschantrag geben, dem Wikipedia umgehend folgt.

Da dort seit Jahren weitere im Entstehen befindliche Rassen beschrieben werden (die teilweise noch nicht soweit sind wie Germanische Bärenhunde) ging ich in die Diskussion.

Erfolglos!

Ein nächster Versuch startete, auf Anraten eines Lektors, mit einem Artikel über den DRC, dem Verein, der die Germanischen Bärenhunde seit knapp 25 Jahren als Rasse anerkennt.

Es gab eine sehr intensive, lange und emotional geführte Löschdiskussion mit dem Ergebnis, dass auch dieser Artikel gelöscht wurde, und damit auch der Artikel über Germanische Bärenhunde durch Wikipedia gelöscht bleiben konnte.

Bei beiden Löschdiskussionen wurden seitens Wikipedia ihre eigenen Relevanzkriterien völlig missachtet. Über Pluspedia sind die Löschdiskussionen noch nachzulesen!

 

Ich habe mich über diese Ungerechtigkeit so geärgert, dass ich beschloss selbst ein Buch über die Rasse zu schreiben. So hat mich Wikipedia zum Autor werden lassen.

Nach einem Jahr Recherche, Züchterinterviews und Schreibarbeit wurde mein Buch „Germanischer Bärenhund- Portrait einer aussergewöhnlichen Hunderasse“ Ende 2012 veröffentlicht.

Als Verlag hatte ich mir den NovumPro Verlag ausgesucht, einen der verrufenen Bezahlverlage. Da ich davon ausgehen musste, dass kein „normaler“ Verlag ein Buch über eine kaum bekannte Rasse veröffentlicht, ein Schritt, den ich wieder gehen würde.

Die Kosten wurden vom Verlag von Anfang an offengelegt, und die Unterstützung durch den Verlag war gut.

Nun hatte ich Spaß am Schreiben bekommen. Bei der Schule des Schreibens belegte ich ein dreijähriges Fernstudium, welches ich inzwischen beendet habe.

Während der Zeit des Studiums konnte ich sieben Kurzgeschichten veröffentlichen.

 

Aus den Unterlagen meiner verstorbenen Großmutter, die unsere Familiengeschichte aufgeschrieben und auf Band gesprochen hat entwickelte ich die Ruhgebietssaga „Im Schatten von Schlägel und Eisen“, einer wahren Familiengeschichte. Der Roman wurde 2014 vom net-Verlag veröffentlicht. Die Fortsetzung wird voraussichtlich 2017 fertig.

2015 veröffentlichte ich die Kindergeschichte „Stiefelchen, der Wald und die Tiere“. Ein kleines Heft, bei dem ich mit dem Engelsdorfer Verlag zusammenarbeitete.

 

Parallel zu den Geschichten, die ich aus den Unterlagen meiner Großmutter schreibe, arbeite ich an einem Fantasyroman mit dem Arbeitstitel „Ungewissheit“.

In diesem Roman spielt ein Germanischer Bärenhund eine tragende Rolle.

Durch den Tod von Odin am 1.Advent 2015 konnte ich ein halbes Jahr nicht mehr an dem Buch weiterarbeiten. Erst langsam ist es mir wieder möglich. Die Fertigstellung des Romans habe ich auch für 2017 geplant.

 

 

Die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Verlagen war interessant. Den Bezahlverlag kann ich für einen Zweck wie meinen durchaus empfehlen.

Der net-Verlag ist ein kleiner Verlag, wo alles sehr persönlich ist, was ich sehr schätze. Ich plane auch weiter mit diesem Verlag zu arbeiten.

Der Engelsdorfer Verlag war okay, aber mehr auch nicht.

 

Allen, die Schreiben würde ich empfehlen täglich zu schreiben, wenn auch nur ein wenig. Wenn man einmal aus dem Schreiben raus ist, ist es schwierig wieder rein zu kommen.

Die Verlage sollte man sich mit Bedacht aussuchen und nichts überstürzen.

Immer mehr engagierte Autoren schließen sich zusammen und bilden Netzwerke, z.B. bei Facebook. Es lohnt sich da mal einen Blick drauf zu werfen!