bücher homepage von fantasy/dystopie - autor jörg krämer

Erziehung/ Gehorsam

 

Einen Pyrenäenberghund zu erziehen, falls man von Erziehung reden kann, ist sicherlich eine Herausforderung an unsere Geduld.

Der Patou ist seit Jahrhunderten darauf gezüchtet, selbständige Entscheidungen zu treffen.

Jetzt kommen wir und wollen ihm klar machen, dass er aufs Wort gehorchen muss. Ist das überhaupt möglich?

Es ist schwierig und erfordert sehr viel Zeit und unendlich viel Geduld. Auch dann ist der Weg ein anderer, als beispielsweise beim Deutschen Schäferhund, der vollkommen auf seinen Besitzer fixiert ist und alles tut, um ihm zu gefallen. Ein Pyrenäenberghund will nicht gefallen. Er ist außenfixiert, damit er mögliche Gefahren sofort erkennt.

An dieser Stelle wäre jetzt eigentlich die Zeit eine Hundeschule oder einen Hundetrainer zu empfehlen. Eigentlich! Denn traditionelle Hundetrainer erreichen mit ihren bewährten Methoden häufig das Gegenteil von dem, was Sie von ihrem Patou erwarten. Auf Druck reagiert er mit Ablehnung und weigert sich, den Kommandos zu folgen. Je höher der Druck wird, desto mehr wird der Pyrenäenberghund in die Verweigerungshaltung gehen. Arbeitet der Trainer sogar mit Gewalt (Es gibt immer noch Hundeschulen, die so arbeiten) kann er am Ende den eigentlich vollkommen friedlichen Pyrenäenberghund zu einem Beißer erziehen! Berichte darüber kann man in den einschlägigen Herdenschutzhundforen bzw. Facebookgruppen nachlesen.

Es gibt Spezialisten für die Erziehung von Herdenschutzhunden. Sollten Sie einen in ihrer Nähe haben, greifen Sie zu! 

Bei traditionellen Trainern ist ein genaues Beobachten seiner Erziehungsmethoden notwendig.

Aber auch wenn nicht, müssen Sie nicht verzweifeln. Die Erziehung der Pyrenäenberghunde funktioniert. Nur halt anders als bei den meisten anderen Hunderassen.

Sie müssen zu ihrem Patou eine so intensive Beziehung aufbauen, dass er ihren Kommandos „gehorchen“ möchte, dass es seine Entscheidung ist, ihren Kommandos zu folgen.

Sie sollten auch die üblichen Gehorsams- und Unterordnungsübungen mit ihrem Patou machen, nur ohne Druck und Gewalt. Selbstverständlich lernt auch ein Pyrenäenberghund „sitz“, „bleib“, „platz“ usw. Schließlich ist er ein Hund. Im Zweifel entscheidet er aber selbst, ob er dem erlernten Kommando gehorcht.

Der Pyrenäenberghund gilt als der Herdenschutzhund mit der höchsten Reizschwelle. Er kann Situationen gut und richtig einschätzen. Haben Sie eine intensive Bindung aufgebaut und ihren Hund dazu gebracht, ihren Kommandos folgen zu wollen; vertrauen Sie seinen Entscheidungen.

Perfekt für den Patou ist es, wenn Sie in einer Gegend wohnen, wo er frei laufen kann, wie er es seit Jahrhunderten gewöhnt ist!

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